Erfahrungen Mutter Kind Haus

Bewohnerinnen erzählen

Susanne Leppin

Nach vielen persönlichen Schwierigkeiten zuhause und auch in der Beziehung zu meinem Sohn zogen wir ins Haus Bethanien. Dort hatten wir endlich die Ruhe und viel Unterstützung, um an unserer Beziehung zu arbeiten. Wir fühlten uns dort die drei Jahre sehr wohl. Es war für uns eine familiäre Situation, in der man Probleme gut lösen konnte. Es war gut, dass alle Mitbewohnerinnen in ähnlichen Situationen waren und man sich so auch untereinander gut helfen konnte.

Auch nach dem Auszug – drei Jahre später – gibt es noch freundschaftliche Kontakte zu ehemaligen Mitbewohnerinnen und Mitarbeiterinnen, man hilft sich gegenseitig bei Problemen und auch in der Kinderbetreuung. Abschließend möchte ich allen Mitarbeiterinnen noch einmal für alle Unterstützung danken – es war eine tolle Zeit mit Euch.

Astrid Tacke

Tja, ich kann das MUK Haus aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beschreiben.

Als ich damals mit 17 meinen Sohn zur Welt brachte, habe ich vom Haus nicht viel gehalten, denn ich war verliebt und habe bis zu meinen 18. Lebensjahr gewartet, bis ich endlich wieder ausziehen konnte (was ich dann auch tat aus Liebe zu meinen Freund) In dem einem Jahr, in dem ich nicht im MUK Haus gewohnt habe, bekam ich dann auch noch meine Tochter. Ich bin dann mit 19 Jahren und mit zwei Kindern wieder in das MUK Haus zurück gekommen (Das war eine Auflage vom Jugendamt, denn meine Kinder sind mir aus persönlichen Gründen weg genommen worden.) Der Anfang war mehr als schwierig für mich und meine Kinder, denn ich musste alles ganz neu lernen, wie man mit Kindern umzugehen hat und wie man gleichzeitig ein Haushalt zu machen hat.

Dazu kam, dass ich ziemlich am Ende meiner Kräfte war, denn ich bekam meine Kinder krank von der Pflegestelle zurück. (Sie waren alle zwei Wochen sehr krank.) Zu der Zeit sah ich zum ersten Mal das MUK Haus mit anderen Augen, denn meine persönliche Betreuerin, sowie die anderen Betreuerinnen waren so was von hilfsbereit und haben mir viel geholfen.

Das Zusammenleben mit vielen Frauen kann stressig sein, aber auch sehr harmonisch. In der Zeit, wo ich drinnen war, war es eine sehr, sehr schöne Zeit. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück. Es war so ein Zusammenhalt – ich fand diese Zeit einfach nur geil ! Auch die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten war einfach nur geil, in meinen Augen ist das der beste KINDERGARTEN, den man sich nur wünschen kann.

In den dreieinhalb Jahren habe ich im MUK Haus Gutes wie auch Schlechtes erfahren, wie das Leben nun mal ist.

Ich habe in dieser Zeit auch meinen Hauptschulabschluss geschafft, danach habe ich den Realschulabschluss gleich hinterher gemacht. Das alles hätte ich ohne MUK Haus nicht geschafft. In der Zeit wo ich auf der Realschule war, war auch gleichzeitig mein Auszug vom MUK Haus, was für mich ziemlich hart war. Denn das MUK Haus war mein Zuhause, wo ich gerne drinnen gewohnt habe und wo ich auch noch immer wieder gerne zurück komme. Aber trotz meines Auszuges aus dem MUK Haus habe ich mein Real weiter gemacht und auch mit Ach und Krach geschafft. Aber ich habe es geschafft und darüber bin ich ziemlich stolz.

Aber ich musste aus persönlichen Gründen Bremen verlassen und wohne nun mit meinen Kindern in einem Dorf. Das erste Jahr war für mich und meine Kinder sehr, sehr hart, denn wir haben unsere Freunde und ein stückweit die Heimat verlassen. Ich kann nur sagen: Nehmt das MUK Haus als positive STÜTZE, denn man kann froh sein, das es solche Häuser gibt, die uns sehr helfen und auch unterstützen können, auch wenn man es manchmal nicht wahr haben will. Aber ich bin froh, dass ich im Haus Bethanien gewohnt habe.